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Wie du den Freundeskreis deines Kindes besser kennenlernst

  • vor 16 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Wenn wir die Gesichter nicht kennen, bleiben wir außen vor.


Freundschaften unserer Kinder entstehen heute oft leise. Nicht mehr nur auf dem Bolzplatz oder auf dem Schulhof, sondern in Chats, Sprachnachrichten und geteilten Bildern.


Wir hören Namen.

Manchmal sehen wir Profilbilder.


Aber wir kennen selten die Geschichten dahinter.Und genau dort entsteht Distanz. Nicht aus Desinteresse –sondern aus fehlenden Anknüpfungspunkten.

Bilder können diese Brücke sein.

Nicht, um zu kontrollieren. Sondern um zu verstehen.


1. Schaffe einen bewussten Moment


Bitte dein Kind, dir ein Bild zu zeigen, das ihm wichtig ist.


Nur eins.

Kein Scrollen.

Kein Durchblättern.


Ein bewusst gewähltes Bild.

Setz dich dazu. Schau hin. Ohne nebenbei aufs Handy zu schauen. Ohne Bewertung.

Dieser Moment wirkt stärker, als du denkst. Dein Kind spürt: Ich werde ernst genommen.

Es geht nicht um das perfekte Foto. Es geht um die Bedeutung dahinter.


2. Stelle Fragen zur Verbindung – nicht zur Kontrolle


Nicht: „Wer ist das?“ Nicht: „Woher kennst du sie?“

Sondern:„Was magst du an ihr?“ „Was verbindet euch?“ „Wie fühlst du dich, wenn ihr zusammen seid?“

Kinder entwickeln ihr Selbstbild über Beziehungen. Über das, was sie bewundern. Über das, was sie stärkt.

Wenn dein Kind sagt: „Er hört mir immer zu.“ „Sie bringt mich zum Lachen.“

Dann erzählt es dir nicht nur etwas über die Freundschaft. Es erzählt dir, was ihm wichtig ist.

Freundschaften sind Spiegel. Und in diesen Spiegeln wächst Identität.


3. Mache Freundschaften sichtbar


Ein kleines Bild am Schreibtisch. Am Spiegel.Oder angepinnt an einer Magnetwand.

Es muss nichts Großes sein. Und es muss nicht für immer bleiben.

Aber Sichtbarkeit schafft Präsenz.

Was wir sehen, denken wir häufiger. Was wir häufiger denken, sprechen wir eher aus. Und was wir aussprechen, verbindet.

Ein sichtbares Bild wird zum stillen Gesprächsanlass. Ganz ohne Druck.


Anteilnahme entsteht nicht zufällig. Sie entsteht durch bewusste Aufmerksamkeit.

Und manchmal beginnt siemit einem einzigen Bild.


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