Memotion Friends: Warum Freundeshootings Erinnerungen schaffen, die Kinder wirklich stärken
- Sascha John
- vor 2 Stunden
- 4 Min. Lesezeit

Freundschaft gehört zu den wertvollsten Dingen, die ein Kind erleben kann. Sie entsteht meist ganz beiläufig – auf dem Schulhof, im Sportverein, auf einer BMX-Strecke – und prägt doch die Persönlichkeit so stark wie kaum etwas anderes. Freundschaften geben Halt, Orientierung und ein Gefühl von Zugehörigkeit.
Genau deshalb fotografiere ich Freundschaftsmomente so gerne. Nicht, weil sie „schöne Motive“ sind, sondern weil sie eines der emotionalsten Kapitel der Kindheit erzählen: das Miteinander. Dieses Miteinander sichtbar zu machen – und zwar so, dass Kinder davon innerlich profitieren – ist der Kern von Memotion Friends.
Vor wenigen Tagen durfte ich wieder ein solches Projekt umsetzen: ein Freundeshooting mit Oskar, Carlo und Jona. Drei Jungs, deren gemeinsame Leidenschaft für BMX sie verbindet. Drei Jungs, die sich kennen, vertrauen und gerne zusammen Neues ausprobieren. Und drei Jungs, die jetzt an einem wichtigen Wendepunkt ihres Lebens stehen.
Wenn Kinder einfach Kinder sein dürfen
Eines der Dinge, die ich an diesem Shooting besonders geliebt habe, war etwas, das man auf den fertigen Bildern gar nicht direkt sieht: die Eltern standen weit genug abseits.
Das mag unscheinbar klingen, aber es ist für authentische Bilder enorm entscheidend.Keine ständigen Rufe wie „Pass auf!“ Keine schnellen Korrekturen wie „Setz den Helm richtig auf!“. Keine nervösen Anweisungen, die den Moment brechen.
Stattdessen hatten die drei Jungs die Freiheit, sich ganz ihrem Hobby hinzugeben – so wild, so konzentriert, so mutig, wie sie wollten. Kinder brauchen diesen Raum. Diesen Freiraum zum Ausprobieren. Diesen Moment, in dem niemand bewertet, kontrolliert oder lenkt.
Dieser Raum schafft Bilder, die mehr zeigen als nur ein Kind mit einem Fahrrad:Er zeigt Persönlichkeit. Er zeigt Mut. Er zeigt Freundschaft.
Und genau deshalb ist es mir so wichtig, dass Eltern ihren Kindern in solchen Momenten etwas Abstand geben. Durch diesen Freiraum entstehen Momente, die ehrlich, ungefiltert und unverfälscht sind – Momente, die man nicht stellen kann.
Ein BMX-Shooting voller Dynamik, Energie und echter Momente
Wir trafen uns auf der BMX-Strecke, auf der die Jungs sonst auch ihre Zeit verbringen. Es war ein typischer Novembertag: grauer Himmel, flaches Licht, feuchte Luft. Bedingungen, unter denen viele Fotografen lieber absagen würden.
Ich nicht. Denn ich weiß: Nicht das Licht macht Erinnerungen – die Momente tun es.
Die Jungs starteten sofort:Sie fuhren Rennen. Sie übten Tricks. Sie lachten. Sie motivierten sich gegenseitig.
Keiner fragte nach der Kamera.Niemand wollte wissen, ob das „gut aussieht“. Niemand posierte.
Und genau daraus sind Fotos entstanden, die nicht konstruiert, sondern gelebt wurden.
Es gab Momente voller Energie – kleine Sprünge, schnelle Kurven, Schmutz auf den Hosen. Und es gab Momente voller Ruhe – wenn sie zusammenstanden, quatschten oder kurz durchatmeten. Alles echte Situationen, keine Inszenierung.
Diese Mischung aus Dynamik und Nähe macht Freundeshootings so besonders. Sie zeigen Kinder in ihrem Element – und genau daraus entstehen die Bilder, die später wirken.

Warum sichtbare Bilder so viel wichtiger sind als digitale Dateien
Nach dem Shooting habe ich die drei Jungs noch einmal zu mir geholt. Wir standen zusammen an ihrem Treffpunkt, und ich habe ihnen etwas erklärt, das mir sehr am Herzen liegt:
Sie sind jetzt in der 6. Klasse.Ihre Wege werden sich bald trennen – andere Schulen, andere Klassen, neue Freundeskreise.
Ich wollte ihnen bewusst machen, wie wichtig diese Bilder sind.Nicht für mich. Nicht für Instagram.Sondern für sie selbst.
Ich habe ihnen erzählt, dass Freundschaften nicht nur durch Treffen gepflegt werden, sondern auch durch innere Erinnerung. Und dass sichtbare Bilder diese Erinnerung lebendig halten.
Wenn ein Junge jeden Tag ein Foto in seinem Zimmer sieht, passiert etwas im Unterbewusstsein:
„Das ist mein Freund.“
„Das war ein guter Tag.“
„Wir gehören zusammen.“
„Lass uns wieder BMX fahren.“
Dieser Impuls passiert ganz von selbst – aber nur, wenn die Bilder sichtbar sind. Kinder scrollen nicht durch Festplatten. Sie wühlen nicht durch Ordner. Eltern zeigen ihnen nicht jeden Tag ein Album auf dem Telefon.
Aber wenn ein Bild an der Wand hängt, dann wird es Teil ihres Alltags. Es wird Teil ihrer Identität. Es wird Teil ihrer Zukunft.
Darum sage ich es immer wieder: Ein sichtbares Bild verändert mehr als tausend digitale Dateien.
Warum Kinder ihre Lieblingsbilder selbst auswählen müssen
Ich habe den Jungs auch erklärt, dass sie ihre Bilder selbst aussuchen sollen. Nicht die Eltern. Nicht ich.
Denn diese Bilder gehören ihnen. Es geht nicht darum, welches Bild „am schönsten“ ist oder „perfekt im Wohnzimmer wirkt“. Es geht darum, welches Bild das Kind emotional stärkt.
Welches Bild zeigt:
„Das bin ich.“
„So fühle ich mich stark.“
„Das war mein Moment.“
Kinder spüren intuitiv, welches Bild sie anspricht – und diese intuitive Entscheidung ist ein wichtiger Teil des Memotion-Prozesses.
Ein Geschenk, das weiter wirkt
Obwohl es ein kostenloses Portfolioshooting war, habe ich jedem der Jungs einen Gutschein geschenkt. Nicht, um etwas „gut zu machen“, sondern weil ich möchte, dass diese Bilder ihren Weg an ihre Zimmerwände finden.
Nur sichtbar können sie wirken. Nur sichtbar können sie Mut machen. Nur sichtbar können sie ein Band zwischen Freunden stärken – auch dann, wenn sich ihre Wege trennen.
Sichtbarkeit ist der Schlüssel. Immer.
Warum ich Portfolio-Bilder brauche – und wie du Teil davon werden kannst
Ich arbeite gerade intensiv an einem neuen Angebot, das sich deutlich von klassischen Fotografieangboten unterscheidet. Ein Angebot, bei dem Bilder nicht einfach „gemacht“ werden, sondern bewusst genutzt werden – sichtbar, emotional und alltagsrelevant.
Bis dahin bin ich immer wieder auf der Suche nach Kindern, die Lust haben, Teil eines Memotion Friends Projekts zu werden.
Wer Interesse hat, schreibt mir am besten eine kurze E-Mail. Ich freue mich über jede Anfrage – und manchmal entsteht daraus genau so ein Projekt wie dieses.
Freundeshootings sind viel mehr als nur Fotos
Ein Freundeshooting ist:
ein Stück gelebte Kindheit
ein emotionaler Anker
ein Werkzeug für Selbstwert & Identität
eine Erinnerung, die trägt
ein sichtbares Band, das bleibt
Oskar, Carlo und Jona haben an diesem Tag mehr geschaffen als nur ein paar Fotos. Sie haben einen Teil ihrer Freundschaft bewahrt – und sichtbar gemacht.
Und genau darum liebe ich dieses Projekt so sehr.
Die weiteren Bilder des Projekts findest du hier:





Kommentare